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Verein Chemnitzer Köche 1898 e.V.
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Vereinschronik des Verein Chemnitzer Köche 1898 e.V.

 

Generationen von Köchinnen und Köchen haben mit ihrem Einsatz und der Liebe zu ihrem, dem Verein Chemnitzer Köche 1898 e. V. in den vielen Jahren geprägt . Nach Jahren der Stilllegung (seit 1933) stieg der Verein im Jahre 1990 wie „Phönix aus der Asche“ und es begann eine aktive Arbeit nach der Wiedergründung.

Über 110 Jahre Vereinsgeschichte liegen hinter uns. Ich möchte einen Versuch starten, die Geschichte der Chemnitzer Köche etwas aufzuarbeiten. Leider sind Archive wie das Chemnitzer - und das Landesarchiv wenig aussagekräftig. Mit Hilfe des Kollegen Becker aus Karlsruhe ist es mir gelungen, ein wenig Licht in das Dunkel zu bringen.

In einem alten Chemnitzer Adressbuch aus dem Jahre 1903 fand ich eine Eintragung über den Gründungstermin im Jahre 1898. Der Name des ersten Vorstehers: Herr Heinrich Weiß und der Stellvertreter Richard Tittelbach.

Das Vereinslokal hieß „Stadt Wien“, in der Inneren Klosterstraße in Chemnitz.

1909 war in der Zeitung der Köche zu lesen, dass am 06.10.1909 die Monatsversammlung im Restaurant zum „Prälaten“ in der Inneren Klosterstraße stattfand. Vorsitzender war Herr Traiteur L. Weiß.

Ich fand auch in dieser Ausgabe, dass die Chemnitzer Köche mit dem Genfer Köcheverband sehr befreundet waren. So fand unter anderen am 08.11.1909 im Bellevue ein Herbstvergnügen statt. Auch muss es schon damals eine gute Zusammenarbeit, einen fachlichen Austausch und eine Arbeitsvermittlung mit der Schweiz gegeben haben. Besonders mit den Kollegen aus Genf.

Die Mitgliederzahl wird im Jahre 1921 mit 50 angegeben.

1924 übernahm Herr Hans Fischer den ersten Vorsitz. Er wohnte in der Reichenhainerstr.281.

Das Vereinslokal war jetzt das Hotel „Stadt Berlin“, in der Theaterstraße.

1931 las ich in der Adresstafel des I.V.d.K. den neuen Namen des Vorsitzenden Herr Curt Vogel.

Jeden 1. des Monats war Versammlung, jeden Donnerstag 14.30 Uhr Kegeln im Restaurant „Meister Eck“ in der Herrenstraße und am Abend Stammtisch im Hotel Stadt Berlin.

In einer Eintragungen vom 12.05.1933 ist zu lesen: Hauptpunkt der Tagesordnung bildet die Gleichschaltung der Köche Innung. Obermeister fragt die Versammelten ob was gegen den jetzigen Vorstand einzuwenden gibt. 51 % waren dafür. Somit erfolgte die Gleichschaltung, die Vorschriften entsprachen der NSDAP.

Am 15.05.1933 muss es die letzte Monatsversammlung (eine außerordentlichen) des Vereins Chemnitzer Köche 1898 e. V. gegeben haben, mit Kollegen vom IKL aus Leipzig. Kollege Oskar Richter Diese Angabe kann ich belegen. Es kann auch noch bis 1935 einen funktionierenden Verein gegeben haben.

Die Gleichschaltung der Zweigvereine sollte eine automatische Mitgliedschaft, von der NSDAP bestimmte, “ Fachschaft Köche“ sein. Der alte Name wurde gestrichen. Dies muss das Ende des Vereins Chemnitzer Köche 1898 e. V. gewesen sein. In Protokollen fand ich, dass ein Herr Ranft als Obmann weiter gearbeitet hat. Er war von der Partei beauftragt, die Fachschaft neu zu organisieren und weiter aufzubauen. Weitere Informationen liegen mir nicht vor.

Parteizwang ab 1933: die Situation für die Köche war in dieser Zeit sehr schwierig, wer nicht in der Einheitsgewerkschaft des dritten Reiches war, hatte keine Möglichkeit eine Anstellung zu finden. Selbst gestandene Küchenchefs, die nicht in der Partei waren, hatten große Probleme ihren Job zu behalten. Parteimitglieder der zweiten Garnitur verdrängten viele erstklassige Küchenmeister und Küchenchefs. Dies führte zu vielen Problemen und zu Qualitätsverlusten in den jeweiligen Betrieben.

Leider sind in den Unterlagen des VKD keine weiteren Informationen über die Chemnitzer Köche zu finden. Ich werde auch weiterhin versuchen, an neue Erkenntnisse zu kommen.

Folgende Darstellung des IVdK (heute VKD) in der Zeitung der Köche ,Jahrgang, 37 Nr. 11 1933 über die Gleichschaltung:

„Zum Zwecke der Gleichschaltung im Verbandsvorstand habe ich verfügt, dass sämtliche Mitglieder des in Karlsruhe gewählten Vorstands mit sofortiger Wirkung ihre Ämter niederlegen“. Es folgen Ernennungen von Mitarbeitern (alle Mitglieder der NSDAP) und Festlegungen, die auch die Zweigvereine umsetzen mussten. Der gesamte Wortlaut ist unter den oben genannten Daten nachlesbar. Mit der Gleichschaltung der von der NSDAP festgelegten Änderungen, war das Vereinsleben faktisch beendet.

In den Jahren 1975 bis Anfang der 80iger Jahre hat es Initiativen um die Gründung eines Köchevereins gegeben. Zusammenkünfte mit erfahrenen und gestandenen Küchenmeistern, Köchinnen und Köchen hat es in Chemnitz gegeben. Unter maßgeblichem Arrangement war unser Ehrenmitglied, Küchenmeister und Fernsehkoch Kurt Drummer dabei, Zusammenkünfte der Chemnitzer Köche zu organisieren. So konnten wir unter anderem den langjährigen Küchenchef des Chemnitzer Hofes, Herrn Hamsch recht herzlich begrüßen. Er erzählte uns aus seinem Berufsleben.

Küchenmeister und Küchenchef der Mitropa in Chemnitz war Herr Ewald Deschner. Er war auch mein Lehrmeister. Als sehr erfahrener Küchenchef konnten wir auch von ihm viel lernen. Er war viele Jahre in Frankreich tätig. Er weckte auch in mir die Liebe zum Beruf und die Lust zu reisen, um andere Länder und deren Essgewohnheiten kennen zu lernen. Diese Zusammenkünfte mit vielen älteren und jungen Kollegen ermöglichte ein vielseitiges Fachsimpeln und den Erfahrungsaustausch unter Kolleginnen und Kollegen. Leider ist es uns nicht gelungen, daraus mehr für die Köche in punkto Verein zu machen. In der DDR waren solche Verbände unerwünscht. Schlimmer noch, außer den einstigen Kollegen von Interhotels, hatten die Köche normaler Gastronomiebetriebe nicht nur mit beinahe mittelalterlicher Technik zu kämpfen, sondern auch mit der bekannten Mangelwirtschaft.

Die zur Gemeinschaftsverpflegung degradierte Restaurantkultur führte letztlich zur Missbildung in der hiesigen Gastronomie. Dennoch gilt auch diesen Kollegen große Hochachtung für ihre geleistete Arbeit.

So konnten wir erst in der Zeit des Aufbruches und des Zusammenwachsen in einem vereinten Deutschland auch den Verein Chemnitzer Köche 1898 ins Leben zurückholen.

Allerdings gab es auch eine Situation, wo von „oben“ versucht wurde, einen eigenen DDR Köcheverband zu gründen. Am 9.Januar 1990 erfolgte in Dresden eine Gründungsveranstaltung. Der Direktor vom Palasthotel in Berlin Herr Ackermann wurde als 1. Vorsitzender bestimmt. Hier wurde von Seiten der SED versucht, ihre Leute in bestimmte Position zu positionieren. Diese Damen und Herren wollten ihren Einfluss auch in der Neuen Zeit beibehalten. Die Leipziger Kollegen steuerten zum Glück dagegen. Herr Dr. Triebe organisierte in Leipzig eine Zusammenkunft mit dem Ziel, einen Landesverband Mitteldeutschlands ins Leben zu rufen. Damit wurde der Einfluss in dem Verband der DDR wirksam.

Der Verein Chemnitzer Köche 1898 e.V. war kurze Zeit Mitglied. Nach Kenntnis über die Ziele und die Umstände deren Gründung, erfolgte der sofortige Austritt.

Am 5.März 1990 initiierten Kollegen aus dem damaligen Bezirk Karl- Marx- Stadt und dem Zweigverein Weserbergland- Holzminden die erste Zusammenkunft. Es wurden die Anliegen, Aufgaben und Ziele einer Vereinsarbeit dargelegt und diskutiert. Vereinbart wurde in Plauen, Oberes Vogtland, Oberwiesenthal/Annaberg, Zwickau und Chemnitz Zweigvereine zu gründen. Diese Veranstaltung fand im Cafe der Mitropa, Hauptbahnhof in Chemnitz statt. Anwesend waren ca.70 Kolleginnen und Kollegen. Unter der Leitung von Herrn Krögel nahm diese Veranstaltung einen konstruktiven Verlauf.

 

An dieser Stelle möchte ich auch auf das Arrangement unseres damaligen Präsidenten Herrn Dr. Siegfried Schaber hinweisen und ihm meinen Dank für die große Unterstützung bei dem Aufbau unseres Zweigvereines aussprechen.

  Das Gründerfoto

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Am 02. April 1990 erinnerten sich verdienstvolle Kollegen an den alten, 1898 gegründeten Köcheverein unserer Stadt Chemnitz. 57 Kolleginnen und Kollegen versammelten sich im Hotel Chemnitzer Hof. Im feierlichen Rahmen, mit großer Unterstützung des 1. Vorsitzenden der Köchevereinigung Weserbergland e. V. Herrn Küchenmeister Krögel, fand die Wiedergründung oder Neugründung des Vereins Chemnitzer Köche 1898 e.V. statt. Wir wählten den alten Namen aus Respekt und Anerkennung der geleisteten Arbeit unserer Wegbereiter.

Gründungsmitglieder des Vereins Chemnitzer Köche 1898 e. V. am 02.04.1990:

Hartmut Scholz, Ullrich Rupf, Dietmar Weinschenk, Jens Schütze, Bernd Mauersberger, Lothar Parthum, Olaf Schmidt, Uwe Uhlig, Wolfgang Müller, Thomas Schönherr, Jens Herrmann, Jörg Schröder, Elke Häßler, Andre Wagner, Thomas Richter. Zum ersten Vorsitzenden wurde Bernd Mauersberger, Küchenchef im Hotel Kongress und Steffen Schroth, Küchendirektor im Chemnitzer Hof von den Anwesenden Kolleginnen und Kollegen gewählt. Weitere Mitglieder des Vorstandes waren aktiv tätig: Klaus Keller, Matthias Teuschner, Klaus Eitner, Heinz Finze, Karin Mikulcak, Wolfgang Müller.

In den folgenden Jahren wurden in den Vorstand gewählt: Elke Häßler, Lothar Parthum, Stefan Weiß, Siegmar Lämmerhirt, Jens Schultheis, Uwe Uhlig, Werner Lohse, Siegfried Goldmann , Matthias Wolf, Uwe Schellenberg, Claudia Lappöhn, Jörg Friedrich und Jürgen Lässig.

(Ich hoffe, es sind alle Namen)

Die Registrierung unseres Vereines erfolgte am 12.06.1990 unter der Nummer 49 am Kreisgericht Mitte–Nord in Kar l– Marx – Stadt.

Am 21.08.1990 erfolgte die Aufnahme im Verband der Köche Deutschlands e. V. und wir wurden Mitglied im WACS.

Im September erfolgte die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft Bayern.

Zu den guten Kontakten zum Köcheverein Weser Bergland entstand auch zu unserer Partnerstadt Düsseldorf und den dortigen Club der Köche eine sehr freundschaftliche und kollegiale Verbindung.

Dies begann als Erwin Knothe (der damalige 1.Vorsitzende) Chemnitz einen Besuch abstattete und erste Kontakte knüpfte. Sein Weg führte über das Gästehaus in Kändler (dort traf er Klaus Keller) und den Chemnitzer Hof. Zum Laurentiustag in Konstanz wurden die Kontakte konkreter.

 

Uwe Uhlig nahm an einer Monatsversammlung in Düsseldorf, April 1991 teil. Er informierte über Chemnitz und das Erzgebirge. Er nutzte die Gelegenheit und besuchte verschiedene gastronomische Einrichtungen. Auch kamen die Sehenswürdigkeiten von Düsseldorf nicht zu kurz. Uwe ist es mit zu verdanken, dass eine rege positive Entwicklung beider Vereine stattfand.

Zu einem Gegenbesuch im Mai 1991 kamen ca.40 Kolleginnen und Kollegen aus Düsseldorf nach Chemnitz. Mit einer schönen Tagesfahrt durch das Erzgebirge und anschließendem großem Hutzenabend im Frohnauer Hammer ging ein wunderschöner Tag zu Ende. Der Kontakt zu vielen Düsseldorfer Kollegen besteht bis heute. Jährliche Besuche, zum Beispiel die Teilnahme am Spargelschälen in Chemnitz und Düsseldorf (im Carsch-Haus), die Teilnahme am Jugendwettbewerb um den Heinz Veit Wettbewerb (Karsten Schönfeld belegte den 3. Platz) und vieles mehr. Wir danken den Düsseldorfer Kollegen für die tolle Unterstützung bei unserem Neuanfang. Besonderer Dank gilt Erwin Knothe, der mit seinem Vorstand immer etwas Besonderes für uns organisierte.

Der Anfang war getan. Mit Unterstützung des Präsidenten des VKD Herrn Dr. Siegfried Schaber, dem Köcheverein Weserbergland, den Club der Köche Düsseldorf und vielen Kollegen aus ganz Deutschland. Stellvertretend möchte ich Richard Kern, sowie den Landesverband (ARGE) Bayerns nennen. Vielen Dank allen.

Nun begannen wir die vielen Aufgaben und Verpflichtungen in die Tat umzusetzen.

Am 1.06.1991 war unsere erste Spargelaktion. Mit Unterstützung der Firma Knorr Caterplan schälten wir etwas über 75 Kilo Spargel. Wir setzten diese Aktion jährlich fort. Dank dem Erdbeer -und Spargelhof Brummer aus Klingenhain, der uns ab dem Jahre 1996 den Spargel sponsorte, konnten wir um bis zu 1000 Kilo Spargel den Verkauf steigern. Wir kochten über 200 Liter Spargelsuppe und verkauften Spargelgerichte. Seit 2004 unterstützt uns die GALERIA Kaufhof beim Aufbau des Standes und stellt uns Küchentechnik zur Verfügung. Damit haben wir einen guten Standort gefunden. Auch dafür unseren herzlichen Dank. Den Erlös spendeten wir erst dem SOS Kinderdorf in Zwickau, anschließend dem Blindenverband in Chemnitz, seit 1993 arbeiten wir mit dem Elternverein krebskranker Kinder e. V. eng zusammen. Einige 10 000,00 konnten wir dem Verein schon übergeben.

 

So dauerte es auch nicht lange, bis wir den 1. Jugendwettbewerb in Chemnitz organisierten und durchführten. Mit Unterstützung der Braustolzbrauerei in Chemnitz, startete unser Wettbewerb um die „Silberne Getzenpfanne„.

Mit den zunehmenden Anforderrungen an diesen Wettbewerb, suchten wir Sponsoren. Die Firma EDEKA in Chemnitz half. In dem damaligen Marktleiter Herrn Gerber, fanden wir einen großen Unterstützer. Nun starteten wir unseren Wettbewerb um den EDEKA Wanderpokal in Chemnitz. Heute führen wir diesen Wettbewerb nach den Kriterien des DEHOGA Sachsen durch. Das heißt, die Erstplatzierten in den Berufen Hofa, Refa und Koch sind für die Sächsischen Landesmeisterschaften qualifiziert. Seit 1991 fanden alle Jugendwettbewerbe und Köchebälle in Chemnitz/Einsiedel F+U Sachsen gGmbH statt. Ein Dankeschön an Herrn Dr. Meinhold für diese großzügige Unterstützung.

Für die Durchführung des Rudolph Achenbach Wettbewerbes, der jährlich stattfindende Vorausscheid des REWE Pokals Sachsen und die Sächsischen Landesmeisterschaften standen Kolleginnen und Kollegen des Vereins Chemnitzer Köche 1898 e.V. zur Mitarbeit bereit.

Der Besuch des Laurentiustages in Konstanz war für uns alle ein tolles Erlebnis. Hunderte von Köchen zogen durch die wunderschöne Altstadt, feierten am Nachmittag mit vielen Köchen am Bodensee und erlebten eine Fahrt auf dem Schwäbischen Meer bei herrlichem Sommerwetter. Hier begannen wir über eine Ausrichtung so einer Veranstaltung nachzudenken.

Im Jahre 1993 war es soweit. Im 3. Jahr unseres Bestehens übernahmen wir die Ausrichtung des 8. Laurentiustages. Dies war eine echte Herausforderung für so ein großes Event und ein einzigartiger Höhepunkt in unserem noch so jungen Bestehen. Über 1000 Köche aus der gesamten Bundesrepublik und aus dem Ausland, konnte unser Präsident Dr. Siegfried Schaber in Chemnitz begrüßen.

1991 entstanden unter Mitarbeit vieler Kolleginnen und Kollegen zwei Bücher „Kulinarisch Reisen“. über die erzgebirgische und sächsische Küche. Mit dem Verlag Arnold & Geitner und dem Verein Chemnitzer Köche 1898 e. V. ist ein Buch über die Geschichte und die Essgewohnheiten unserer Region entstanden. Rezepte, alle Fotos und das gesamte Equipment stellten wir zur Verfügung.

Zum Laurentiustag in Chemnitz konnten wir auch erstmals unsere neue Vereinsfahne mit Freude präsentieren.

 

Im Sommer 1998 stand ein großes Jubiläum an.

100 Jahre Vereinsgründung.

Wir feierten im Hotel Renaissance in Chemnitz. Ein glücklicher Umstand führte uns in dieses schöne und noch neue Hotel in Chemnitz. Der Küchenchef Herr Thomas Fahr hatte ein Herz für unser Anliegen, in seinem Haus unser Jubiläum zu feiern. Es war eine tolle Veranstaltung. Alle unsere Ehrenmitglieder waren anwesend. Eine Abordnung aus Düsseldorf, ebenso unser Präsident des VKD und guter Freund Siegfried Schaber mit Gattin.

Sponsoren und Freunde von Zweigvereinen die alle mithalfen liesen den Abend und die frühe Nacht viel zu schnell vergehen.

Das Team um Thomas Fahr Kochte für uns folgendes Menü:   

Suppe nach Windsor Art

 

                   Römische Kroketten

 

                   Hummer Neuburg

 

                   Rehrücken mit Cumberlandsauce

 

                   Mailänder Auflauf

 

                   Wachtelkugel

                  (gefüllte Wachtelbeinchen)

 

                   In der Kruste gebackene Erdbeeren

 

                   Großes französisches Käsebüfett

 

Heimstädte des Vereins, ist seit 2009, der Chemnitzer Ratskeller im Zentrum unserer Stadt.

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Der Hausherr Herr Gust unterstützt uns großzügig z.B. bei Weihnachtsfeiern, Neujahrsempfängen und Dankeschön Veranstaltungen anlässlich des jährlichen Spargelschälens. Auch hier ein großer Dank an Ihn und sein Team.

 

Unsere Ehrenmitglieder:

Kurt Drummer Küchenmeister und Fernsehkoch, langjähriger Küchendirektor der Vereinigung Interhotel †

 

Dr. Böttrich erster sächsischer Alterspräsident des sächsischen Landtag †

 

Dr. Volkmar Meinhold, Prokurist der F+U Sachsen

Peter Gerber, Marktleiter C+C EDEKA Chemnitz (i.P.)

Erwin Knothe, Küchenmeister Düsseldorf

Frank Lehmann, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Sachsen (i.P.)

Frank Kretschmar, stellv. Marktleiter C+C EDEKA Chemnitz

Uwe Pallus, Marketingchef GALERIA Kaufhof Chemnitz

Klaus Naumann, Marktleiter EDEKA Chemnitz

Margitta Pribul, Fruchthandel Altenburg

 

Ein Verein, wie der Berufsfachverband der Köche in Chemnitz, muss sich der Herausforderung der Zeit stellen. Klarheit in dem Ziel, aber Offenheit für Neues und die Bereitschaft zu stetigem Wandel. Gerade heute steht jeder, der professionell in der Gastronomie tätig ist, vor vielen offenen Fragen. Fast Food, Biokost, Convinienceprodukte, gute Regionalküche, weltweit verfügbare exotische Lebensmittel, stehen Forderungen der Wirtschaftlichkeit gegenüber.

In Zeiten eines sich ändernden Berufsbildes der Köche, den Köchenachwuchs zu motivieren, das Qualitätsbewusstsein gegenüber dem Gast aber auch der Umwelt gerecht zu werden stellt heute eine große Herausforderung dar.

Der Verein hat sich nach seiner Neuauflage schnell auf gutem Fuß gestellt. Dank seines Vorstandes, der uneigennützig und kontinuierlich an der Entwicklung arbeitet. Entwickelt im Sinne des VKD und des Weltverbandes W.A.C. S.

 

 

 

Wie ging es weiter mit dem Verein Chemnitzer Köche 1898 e.V. aus der Sicht des Jahres 2014?

 

Die Anzahl unserer Mitglieder im Verein ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Wir haben heute einen Stand erreicht, dass Austritte den Eintritten etwa die Waage halten.

Zurzeit wollen wenige junge Leute einen Beruf in der Gastronomie erlernen. Warum das so ist, werde ich darlegen.

Was geschieht nach der Lehre und bestandener Gesellenprüfung? Viele junge Kolleginnen und Kollegen gehen auf Wanderschaft, andere orientieren sich anderweitig und verlassen Ihren gelernten Beruf. Wanderjahre sind für die berufliche Entwicklung wichtig. Das Erlernen einer oder mehrerer Sprachen ebenso. Es wäre schön, wenn einige wieder nach Jahren zurück kommen würden und das gelernte weitergeben könnten. Ich hoffe dass mit der Einführung des Mindestlohnes, in der Gastronomie, sich etwas ändert und die Fluktuation zurückgeht. Denn eine angemessene Bezahlung, durch den Gast wie auch durch den Arbeitgeber, ist ein Ausdruck des Respektes für die geleistete Arbeit. Viele Gastronomen klagen über Fachkräftemangel und suchen oft vergeblich Nachwuchs für Ihre Betriebe. Was haben Sie selbst für eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt getan?

Wie verbessern Sie das Arbeitsklima zum Beispiel in den Küchen und die Ausbildung zum Koch? Viele Fragen.

 

In den letzten Jahren wurde viel Geld in die Küchen investiert und ein hoher Grad der Automatisierung hat stattgefunden. Die Zeiten wo man eine große Küchenbrigade in den Restaurants und Hotels vor fand, viel Handarbeit und handwerkliches Können erforderlich war, sind anscheinend vorbei. Große Betriebe freut es, Personalkosten einzusparen. Doch ist das nicht ein kurzzeitiges Denken und Handeln? Die Küchenchefs und Sous Chefs stehen heute am Herd und ersetzen die Köche. Das Kreative Arbeiten, die Ausbildung der AZUBIs, die Warenbestellungen, deren Annahme und Betreuung, die Kalkulationen, die Absprachen für Sonderveranstaltungen um nur einiges zu nennen. Wer möchte da noch Koch werden?

Sollten wir nicht wieder mehr Qualität anbieten?

Erwarten wir doch auch von unseren Gästen, dass Sie für unsere Leistungen bereit sind einen höheren Betrag zu bezahlen.

Ich würde mir wünschen für die Ausbildung in den Betrieben mehr Zeit zu investieren. Die Einführung von Ausbildungstagen (Tag des Lehrlings) Praktika in anderen Küchen, Erfahrungen im Ausland sammeln, ein Austausch zwischen den Kulturen. Das kennenlernen von Patisserien, Schlachthöfen und Fleischereien, Seminare von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Das kann auch an den Berufsschulen stattfinden, um betriebsnahe Praxis mit in den Unterricht einbauen.

Ich hoffe und wünsche mir das Erkenntnisse wachsen um unseren schönen Beruf zu erhalten. Kochen ist doch auch ein Beherrschen von vielen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Kenntnisse die dazu dienen anderen Menschen Freude zu bereiten. Das Dankeschön erhalten wir am nächsten Tag. Ist doch schön Koch zu sein.

 

Doch zurück zu unserem Verein. Was gibt es neues zu berichten. 

Unsere Monatsversammlungen gestalteten wir unter anderen: 

Seminare zu folgenden Themen:

Wein

Duroc Schwein

Dekor aus Zucker und Schokolade

Zigarren

Koscheres kochen

Das Schokoladenmädchen

Besuch der Einsiedler Brauerei

 

Das waren interessante Erlebnisse

Wandertage

Bowlingabende

Neujahrsempfänge

Besuch der Olympiade der Köche in Erfurt

Die Arbeit der Berufsfeuererwehr

Das Medienhaus, wie entsteht Radio und Fernsehen?

Teilnahmen an den Laurentiustagen, der schönste war in Rom 2013 beim Papst

Weihnachtsfeiern mit der Herstellung von

Räucherkerze

 

Jugendwettbewerbe

REWE

Achenbach

EDEKA

Sächsischen LMS

Spargelschälen 

Organisation der Landesverbandstagung 2014 im Wasserschloss Klaffenbach

 

Am 7.10. 2013 fand die 12.Generalversammlung statt.

 

Es wurden gewählt:     1. Vorsitzender Herr Ullrich Fiedler

                                      2. Vorsitzender Herr Sven Hilbert

 

Mitglieder des Vorstandes: die Damen Elke Häßler und Claudia Lappöhn und die Herren Siegmar Lämmerhirt, Stefan Weiß, Werner Lohse, Matthias Wolf, und Bernd Mauersberger, alle wieder gewählt. Neu im Vorstand Eric Weinhold.

Die Herren Uwe Uhlig und Siegfried Goldmann scheiden aus. Wir danken beiden für die jahrelange Arbeit im Vorstand.

Nach den Ableben von Frau Drummer (Frau des verstorbenen Ehrenvorsitzenden unseres Vereins und langjähriger Fernsehkoch des DDR Fernsehens) stellte uns der Bruder Manfred Drummer den schriftlichen Nachlasses seines Bruders unserem Verein zur Verfügung. Es ist eine interessante Sammlung der letzten 50 Jahre in Chemnitz, der Interhotelkette und sein Wirken im Fernsehen als Fernsehkoch. Darüber hinaus besitzen wir Dokumente und viele Fotos, Urkunden und Medaillen die seinen Einsatz international und national dokumentieren. Ob in Torquay in England, die Olympiade der Köche, oder die Gastro Prag holte er mit seinem Team viele Medaillen und Anerkennung. Er pflegte gute Kontakte mit Kollegen in vielen Ländern. Er war Ideengeber für viele Gastronomen, Sonderveranstaltung, Wettbewerbe innerhalb der Interhotels, der Meisterausbildung und vieles mehr.

Es gibt noch viel zu tun alle Unterlagen zu ordnen. Vielen Dank für den Nachlass, wir werden ihn in Ehren halten und für alle Kollegen die daran Interesse haben zugänglich machen. Im Februar 2015 gestalten wir dazu einen Workshop und sein Bruder Manfred wird moderieren.

 

Der Verein Chemnitzer Köche 1898 e.V. legte schon immer großen Wert auf die Nachwuchsförderung. Gemeinsam mit der Berufsschule für Ernährung, Gastgewerbe, Gesundheit Chemnitz, den Herren Steffen Schroth und Ullrich Fiedler, sowie vielen Kollegen aus unsern Verein. Ein großes Dankeschön Herrn Werner Lohse, Sven Hilbert, Lothar Parthum, Eric Weinhold und die Damen Elke Häßler und Claudia Lappöhn.

Ihnen ist es zu verdanken das wir immer junge AZUBIs für verschiedene Wettbewerbe begeistern und gut vorbereitet in die Wettkämpfe delegieren konnten.

Die schon genannten Jugendwettbewerbe werden auch weiterhin von uns organisiert. Mit zwei Ausnahmen: REWE ist aus Kostengründen von der Firma ersatzlos gestrichen worden. Die Sächsischen Landesmeisterschaften finden aus Kapazitätsgründen in Leipzig statt. So bleiben noch der Achenbachpokal und unser eigener EDEKA Wanderpokal erhalten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für die Unterstützung durch die Firma EDEKA und das Haus Achenbach.

 

Viele unserer ehemaligen Teilnehmer sind heute in ganz Deutschland und dem Ausland unterwegs .Zwei Namen möchte ich stellvertretend nennen. Paul Emde (Sieger 2009 und 2010) ist heute in Frankfurt/Main Küchenchef bei der europäischen Zentralbank und für das Management zuständig. Er war Mitglied der Jugendnational-mannschaft und hat im In- und Ausland viele Preise gewonnen.

Auch unser jüngster Max Dolge ist in der Jugendnationalmannschaft aufgerückt. Auch er war schon erfolgreich. 2013startete er mit Paul Emde und der Jugendnationalmannschaft in Moskau und beide gewannen den Kremli Cup. Da können wir nur gratulieren.

Wir Chemnitzer Köchinnen und Köche sind sehr stolz auf die vielen jungen Kolleginnen und Kollegen die mit Fleiß, Disziplin, und großen Arrangement Ihren Weg in den Küchen Deutschlands gefunden haben.

 

 

 

Bernd Mauersberger

Beirat/Chronik/Veranstaltungen

Stand  Chemnitz, 01.02.2015